Siblik-Kongress BLUE BUILDING - DIE ZUKUNFT ZIEHT EIN

Gesellschaftliche Trends der Lebens- und Arbeitswelt, moderne Gebäudetechnik unter besonderer Einbeziehung erneuerbarer Energien, die Marktchancen, die sich damit für das Elektrogewerbe ergeben sowie das neue Marketingkonzept gehtdoch – eine Vielzahl an Themen wurde auf dem Siblik-Kongress Blue Building behandelt.
Der Kongress bot eine Vielzahl von Informationen und Impulsen für das sehr interessierte Publikum. Schauplätze des Kongresses waren das TECHbase Vienna und der Terminal 2 des Salzburger Flughafens, Zielpublikum Entscheidungsträger der Elektrotechnikbranche.

Bei Einsatz erneuerbarer Energien und einer energieeffizienten, umweltschonenden Bauweise eines Gebäudes spricht man oft von einem Green Building.

Mag. Ing. Haider
Gerhard Haider, Siblik Elektrik
Zukunftsforscher
Daniel O. Maerki, SVW
Fritz Oettl von pos architecture
Fritz Oettl, pos architekten

Mit dem Begriff Blue Building wird nun ein Konzept definiert, das für ausgewogene Maßnahmen von Energieeffizienz und optimale Nutzbarkeit bei gleichzeitig maximalem Komfort steht: Dabei geht es nicht vordergründig um die verwendete Technologie, sondern um den Nutzen für die Bewohner und Bewohnerinnen eines Gebäudes. Knapper werdende Rohstoffressourcen, Naturkatastrophen und nicht zuletzt technische Pannen (Fukushima!), haben in der Politik ebenso wie in weiten Teilen der Bevölkerung zu einer Sensibilisierung in Bezug auf Umweltbelange geführt, wie Siblik-Geschäfts-führer Mag. Gerhard Haider in seinem Begrüßungsstatement ausführte.

Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 weitgehend aus den fossilen Energien auszusteigen. Dann soll elektrischer Strom zu 100 % aus erneuerbarer Energie stammen. Eine im April des heurigen Jahres vorgelegte Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) zeigt den möglichen Weg dorthin auf.

Dem IHS zufolge ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der Vorgaben das Einsparen von Energie, genauer gesagt: mehr als die Hälfte des derzeitigen Verbrauches.

Da sind zum einen Maßnahmen zur Energieeinsparung gefragt.

Was Siblik dazu einfällt? Z. B. Wärmedämmerung, Wärmerückgewinnung, kontrollierte Wohnraumlüftung, Gebäudesystemtechnik.

Zum anderen muss die Erzeugung erneuerbarer Energien vorangetrieben werden.
Was Siblik dazu einfällt? Z. B. Wärmepumpen und Photovoltaik.

Gemeinsam mit dem renommierten Zukunftsforscher Mag. Dr. Daniel O. Maerki warfen die Kongressteilnehmer und -teilnehmerinnen unter dem Titel Smart Living: Wohnen 2025 einen Blick in die Zukunft. Fazit: Das Wohnen der Zukunft gibt es nicht, ebenso wenig, wie es heute das Wohnen gibt. Aber gewisse Zukunftstrends werden die Art und Weise, wie wir leben, auf jeden Fall beeinflussen. Das Wohnen in der Familie als traditionelle Wohnform wird vermehrt durch Einpersonenhaushalte oder durch Clusterwohnungen (die über mehrere Geschosse gehen und Gemeinschaftsbereiche beinhalten), abgelöst.

Die knapper und teurer werdenden Energieressourcen werden unser Mobilitätsverhalten verändern. Die Attraktivität des städtischen Lebens wird weiter zunehmen. Und wir werden Wohn- und Lebensformen rund um unsere Interessen organisieren. Gleichzeitig werden wir immer älter. Smart Living bedeutet auch: Der Begriff Wohnen wird künftig auch Themen wie Nachhaltigkeit, Dienstleistungen, Soziales und neue Formen der Technologie miteinbeziehen. Das bringt auch neue Chancen für die Wohnungswirtschaft mit sich.

Unter den hochkarätigen Experten, die Siblik für den Kongress als Referenten gewinnen konnte, war auch Fritz Oettl von pos architekten, der sich dem Thema Future Buildings widmete. Das Gebäude der Zukunft zu planen und zu bauen, heißt, für eine nachhaltige Entwicklung zu planen und zu bauen. Derzeit ist in Mitteleuropa noch das Passivhaus der neueste Stand der Technik, die Entwicklung geht freilich weiter hin zum Plus-Energiehaus, das sogar überschüssige Energie liefert. Auf technischer Seite bedeutet das, dass in Zukunft vor allem die Gebäudehülle als Kraftwerk und die Innenraumkonditionierung noch besser zusammenspielen müssen. Gebäude müssen somit als Regelkreise verstanden werden.

Fritz Oettl veranschaulichte seine Ausführungen mit einer Präsentation von bereits erfolgreich realisierten Projekten, etwa dem in 2.000 m Seehöhe errichteten Schiestlhaus, das im Winter im Standby-Betrieb (!)  15 bis 20º C Innenraumtemperatur hat. Möglich wurde die Realisierung dieses Projektes unter anderem durch den Einsatz von Photovoltaik und eine Lüftung mit Wärmerück-gewinnung.

Ing.Alfred Pichsenmeister
Alfred Pichsenmeister, Siblik
Die Veranstaltung
Die Veranstaltung
Ing. Norbert Ahammer
Norbert Ahammer, Siblik

Über die Marktchancen für das Elektrogewerbe referierte Ing. Alfred Pichsenmeister (Siblik). Die aktuelle Energiesituation stellt sich wie folgt dar: Zur Zeit verbrennen die Menschen weltweit so viel Kohle, Erdgas und Erdöl an einem Tag, wie die Natur in 500.000 Tagen angesammelt hat. Im Vergleich dazu bieten natürliche Energiequellen (Sonnen-, Windenergie, Biomasse etc.) insgesamt 3.078mal so viel Energie, wie derzeit weltweit benötigt wird. Die EU-Richtlinie 2010/31/ EU besagt, dass ab 1. Jänner 2019 Neubauten öffentlicher Gebäude und ab 1. Jänner 2021 auch Neubauten privater Gebäude nahezu jene Energiemenge produzieren müssen, die sie verbrauchen. Energiesparende Lösungen und solche, die erneuerbare Energien nutzen, sind daher gleicher-maßen gefordert.
Kontrollierte Wohnraumlüftung, Wärmepumpen zur Brauchwassererwärmung und Heizung von Gebäuden, Photovoltaik zur Energiegewinnung, dazu die KNX-gesteuerte Regelung und Überwachung von Haustechnikfunktionen sind effiziente Mittel, um die genannten Ziele zu erreichen. All das fällt in den Kompetenzbereich des Elektrotechnikers, dem sich damit ein enormes Geschäftspotenzial eröffnet.

Siblik und erneuerbare Energien: Das ist eine stabile Liebes- ebenso wie eine Erfolgsgeschichte. Mit kontrollierter Wohnraumlüftung, Wärmepumpen und Photovoltaik im umfassenden Siblik-Angebot befasste sich in der Folge Andreas Pechas (Siblik) Vortrag. Er erläuterte die technischen Grundlagen von Wärmepumpen und die verschiedenen Ausführungen als Wasser-Wasser-, Sole-Wasser-, Luft-Wasser-Wärmepumpe und Direktverdampfer. Hinsichtlich der kontrollierten Wohnraumlüftung wurden die Voraussetzungen und die Energieeffizienz erläutert, ebenso wie der Einbau von KWL-Komponenten. Auch aus dem Bereich Photovoltaik wurden Komponenten und Installationsaspekte dargestellt. Beispiele erfolgreich realisierter Projekte ergänzten Pechas Ausführungen.

Markus Zack (Siblik) widmete sich dem Siblik-Konzept, übergreifende Systemlösungen aus einer Hand anzubieten. Einerseits ist eine ganze Menge an Technik nötig, um die steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz zu decken, andererseits müssen Gebäude für den Nutzer einfach und übersichtlich in ihrer Bedienung sein. Die KNX-Gebäudesystemtechnik bietet alle Voraussetzungen dafür. Durch die von Siblik angebotenen Systemlösungen ist neben den klassischen Steuerungsfunktionen, wie z. B. der Beleuchtung, auch die Anbindung von Wärme-pumpen, Beschattung, Alarmanlagen, Audio-Technik u. a. auf komfortable Weise möglich. Über Displays und Visualisierungslösungen können Informationen und Steuerungsbefehle auch für technisch nicht versierte Nutzer und Nutzerinnen einfach abgerufen bzw. ausgelöst werden.

Den fulminanten Schlusspunkt des Kongresses setzte Ing. Norbert Ahammer von der Siblik-Geschäftsführung, der eine innovative Marketing-Initiative vorstellte:

Das Konzept www.geht-doch.at. Diese Website ist eine konsequente Weiterentwicklung der B2B-Aktivitäten der Firma Siblik in der Vorvermarktung und Unterstützung unserer Vertriebspartner einerseits und ein massiver Ausbau der B2C-Aktivitäten von Siblik durch direkte Ansprache der Konsumenten und Konsumentinnen.
Das Ziel: Konsumenten und Konsumentinnen bewusst zu machen, welche Möglichkeiten ihnen moderne, energieeffiziente Elektroinstallation eröffnet. Das bedeutet auch eine Bewegung vom Push-Marketing (der Elektroinstallateur vermittelt den Kunden und Kundinnen die neue Technologie) hin zum Pull-Marketing: Der/ die Konsument/ in erkundigt sich aktiv beim Elektroinstallationsbetrieb nach den neuen Möglichkeiten.

Zentrales Instrumentarium dafür: die 2011 startende Onlineplattform www.geht-doch.at. Angesichts zahlreicher zu diesem Themenbereich bereits bestehender Websites hat man sich bei Siblik entschlossen, anders vorzugehen: www.geht-doch.at bietet keine allgemeinen Informationen über das Energiesparen, sondern gleich das konkrete Angebot zur Problemlösung. Die Website ist dezidiert nicht auf technische Informationen, sondern konsumentengerecht auf den Anwendernutzen hin ausgerichtet.

Die neue Website behandelt Themenbereiche wie:

  • Energiekosten senken und Wohnkomfort steigern
  • Haustechnik intelligent vernetzen
  • Ohne Planungschaos energieeffizient bauen

Bekanntmachen wird Siblik die Website über Facebook, YouTube und Co., über einen neu überarbeiteten Leitfaden zu erneuerbaren Energien sowie Messeauftritte und Anzeigen.

Unser Ziel ist die Positionierung des Elektrotechnikers und Siblik-Partners als ersten Ansprechpartner in allen Fragen der Gebäudetechnik“, betonte Ahammer.

Mehr dazu demnächst auf www.geht-doch.at. Weitere Informationen können bei Siblik (Tel.: 01/680 06-0, Fax: 01/680 06-59, per E-Mail: info@siblik.com bzw. im Internet unter www.siblik.com) eingeholt werden.

SIBLIK – Kongress Blue Building