Projekt Zeche Zollverein, Essen
Flexible Museumsbeleuchtung: Markant und bei Bedarf zurückhaltend
Im heutigen Treppenhaus, dem ehemaligen Rohkohlebunker der zu einem Museumsgebäude umgebauten Kohlenwäsche der Zeche Zollverein haben die Lichtplaner von Licht Kunst Licht ein innovatives Konzept verwirklicht:
Die indirekte Beleuchtung mit 130 Metern dimmbaren LEDLUX® LN-Lampen ist einerseits modern und markant, andererseits kann der visuelle Eindruck bei Bedarf so zurückgenommen werden, dass sich hier Kunstwerke und Installationen wie z. B. Videokunst optimal präsentieren lassen.
Einst lagerten im Rohkohlebunker Hunderte von Tonnen Material, die mit einer Maschinerie aus gigantischen Förderbändern, Siebtrommeln und Dosierwaagen gereinigt wurden. In diese Gebäudehülle hat man einen Museumsbau eingepasst, der höchsten konservatorischen Ansprüchen für kostbare Museumsexponate gerecht wird und zugleich den Eindruck der ursprünglichen Gebäudefunktion aufrechterhält.
Diesem Spannungsverhältnis folgt auch das intensiv orange gestaltete neue Haupttreppenhaus, das durch den ehemaligen Rohkohlebunker führt. Das Orange weckt Assoziationen an die Wärme, die die Kohle erzeugte, und setzt gleichzeitig einen sehr deutlichen Farbakzent.
Dieser Akzent muss jedoch in den Hintergrund treten können, wenn das Treppenhaus für Wechselausstellungen genutzt wird. Die LED-Technik, für die sich die Planer von Licht Kunst Licht entschieden haben, bietet dafür optimale Voraussetzungen: Jede einzelne Treppenstufe wird indirekt beleuchtet. Die Handlaufführung wird mit LEDLUX® LN-Lampen durchgängig beleuchtet. Dafür wurden insgesamt 130 Meter weiße LED-Leuchten verwendet.
Da die gesamte LED-Beleuchtung getrennt für Boden- und Handlaufbeleuchtung über Insta DMX/PWM-Umsetzer dimmbar ist, kann man die Intensität der Beleuchtung an die individuellen Anforderungen anpassen: Wenn das Treppenhaus als Zugang zu den Museumsräumen genutzt wird, sorgt ein kräftiges Orange für einen intensiven Farbeindruck. Wenn hingegen Exponate oder Installationen zur Geltung gebracht werden sollen, dimmt man die Beleuchtung so, dass Farbe und Helligkeit zurücktreten und die Kunstwerke im Vordergrund stehen.
- Objekt: Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, Essen
- Architektur: Rem Koolhaas / OMA, und Heinrich Böll Architekten, Essen
- Lichtplanung: Licht Kunst Licht AG,
- Ingenieure Designer Architekten für Beleuchtung, Bonn und Berlin
- Installation: ABB / Herne
- LED- und Steuerungstechnik: Insta Elektro GmbH, Lüdenscheid
- Fotos: Photoprop, Wuppertal

