Schalterprojekt: Botschaft Vereinigte Arabische Emirate, Berlin
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind derzeit die zweifellos prosperierendste Region des gesamten arabischen Raumes. Den sichtbarsten Ausdruck findet deren atemberaubendes Wachstum in der Architektur: Der höchste Wohnturm der Welt – wurde in Dubai gebaut.
Gleiches gilt mit 321 Metern für eines der weltweit höchsten Hotels, das Burj Al Arab, das mitten im Meer steht und an ein überdimensionales Segel erinnert.
Solche Vorbilder schaffen architektonische Ansprüche, die auch mit dem Bau der jüngst eröffneten Botschaft der VAE in Berlin in mannigfaltiger Weise bedient wurden: Für rund 32 Millionen Euro entstand an der Hiroshimastraße ein Palast aus „1001er Nacht“, der an maurische Prachtbauten wie beispielsweise die Alhambra in Spanien erinnert.
Das neue Botschaftsgebäude mit 28.000 Kubikmetern umbautem Raum sollte nicht nur die arabische und islamische Architektur mit Berliner Bautradition verknüpfen, sondern zugleich in jeder Hinsicht höchste innenarchitektonische und technische Ausbaustandards erfüllen.
Der Entwurf, mit dem das Team von Krause Bohne den erst kurz zuvor berufenen Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Seine Exzellenz Ali Mohammed Ali Al-Zarouni, überzeugten, atmet bei aller Orientierung an den stilistischen Formalien der Blockrandbebauung schon auf den ersten Blick die Kultur und das Selbstverständnis des Orients.
Wie bei einer Wehranlage markieren vier quadratische, 18 Meter hohe Türme die Ecken des 55 mal 32 Meter großen Gebäudes, das der Besucher durch einen Mittelrisalit mit gestelztem Spitzbogen, der hier das Portal einfasst, betritt. Dieser Spitzbogen, der seine gestalterische Entsprechung speziell an der Hauptfassade noch mehrfach findet, ist ebenso eine Verbeugung vor der Bautradition der arabischen Welt wie das gleichmäßige Gitterornament der vorgehängten, hellen Sandsteinfassade oder das umlaufende Gesims mit angedeuteten Zinnen, das das Gebäude am Dach kranzähnlich umfasst.
So aufwändig, so beeindruckend wie das äußere Erscheinungsbild des Botschaftsgebäudes stellt sich auch die technische Gebäudeausstattung dar. Per Berker instabus KNX/EIB-System sind beispielsweise Zutrittskontrolle, Videoüberwachung oder Einbruch- und Brandmelder ebenso auf die zentrale Gebäudeleittechnik aufgeschaltet wie die Beschattung der Fenster durch automatisch gesteuerte Jalousien, die Lichtsteuerung mit speziellen Nachtprogrammen für die Außenbe-leuchtung bzw. die öffentlich zugänglichen Räume sowie diverse Lichtszenarien für die Besprech-ungsräume.

